Bleibt der Kneipe —
Von — bleiben der Kneipe etwa —.
- Das Bier
- Der Monat
- Die Ampel
- Die Auflösung
Schritt 1 von 4
Was bleibt vom Bier?
Ein Bier kostet, was es kostet. Aber wem gehört das Geld, wenn es über den Tresen gegangen ist? Ziehen Sie am Preis.
- Mehrwertsteuer — 19 Prozent, die ans Finanzamt gehen.
- Einkauf — Das Fass, die Brauerei, die Anlieferung.
- Personal —[Annahme] Löhne und Abgaben, wenn jemand mit anpackt.
- Pacht — Miete für den Raum, in dem Sie sitzen.
- Energie — Kühlung, Licht, Heizung, Spülmaschine.
- Sonstiges — Versicherung, GEMA, Reinigung, Steuerberatung.
0,4 Liter, über den Tresen
Von — bleiben der Kneipe etwa —.
Ziehen Sie den Regler bis ans Ende: Bei 4,50 € sind es zwei Cent statt einem. Alles andere wächst mit — Steuer, Einkauf, Löhne, Pacht. Am einzelnen Bier ist nichts zu holen. Es muss über die Menge kommen.[Annahme]
Die ganze Woche
Ein Bier ist eine Zahl. Ein Monat ist die Wahrheit. Stellen Sie ein, wie die Kneipe läuft, die Sie im Kopf haben.
Getränke pro Gast anpassen
Zwei Bier, ein Schnaps, noch ein Bier — das sind vier.
Das sind — pro Gast an einem Abend.
Ein Monat, gerundet
- Umsatz[Annahme] —
- Mehrwertsteuer —
- Einkauf —
- Das Haus[Annahme] — Pacht, Energie, Versicherung, Reinigung — alles, was läuft, ob jemand kommt oder nicht. —
- Aushilfen[Annahme] — Ab etwa 30 Gästen am Abend schafft es niemand mehr allein. —
Gerechnet mit sechs Öffnungsstunden am Abend.[Annahme]
Was hier fehlt: der Lohn der Wirtin.
Dieser Lohn steht in keiner Rechnung. Er ist das, was übrig bleibt.
In diesem Beispiel: — im Monat.
Das sind — pro Öffnungsstunde. Der Mindestlohn liegt bei — je Stunde.
Das ist kein Rechenfehler und kein schlecht geführter Laden. Diese Rechnung geht in vielen kleinen Kneipen genau so auf: Die Wirtin arbeitet, und am Monatsende bleibt weniger als nichts.
Bei dieser Größe ist das ein Betrieb mit Angestellten, Schichtplan und Küche — dann trägt unsere einfache Rechnung nicht mehr.
Ab wann trägt es?
Jede Kneipe hat einen Punkt, ab dem sie sich rechnet. Er lässt sich ausrechnen: Wie viele Getränke müssen in einer Stunde über den Tresen?
Knapp
Knapp. Jeder zusätzliche Stammtisch entscheidet.
„Nötig“ heißt: Das Haus ist bezahlt, und ein Lohn von — je Stunde ist drin. Beim Mindestlohn von — je Stunde reichen — Getränke je Stunde.
Als Faustregel: Damit eine Kneipe eine Familie ernährt, braucht sie rund 150 Stammgäste — ein Einzugsgebiet von 2.000 bis 3.000 Einwohnern.[Annahme][Annahme]
Die Auflösung
Im Schnitt schließen in Deutschland jeden Tag drei Kneipen.
Seit 2002 hat sich ihre Zahl mehr als halbiert: von rund 46.500 auf etwa 21.800.
Wo Kneipen schließen, verliert ein Ort mehr als Bier. Der beste Beleg, den wir gefunden haben, kommt aus Großbritannien: Nach Pub-Schließungen stieg dort die Zustimmung zu rechtspopulistischen Parteien um 4,3 Prozentpunkte. Für Deutschland gibt es keine vergleichbare Untersuchung.
Ihre Rechnung von eben ist kein Einzelfall. Sie ist der Grund, warum es jeden Tag drei weniger werden.
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Jede Zahl auf dieser Seite lässt sich nachrechnen: Methodik, Annahmen und Quellen.